Design pur – Simon von ZweiZehn im Interview
Simon ist schon länger dabei - und fällt, was seine Spreadshirt-Arbeiten betrifft, definitiv in die Kategorie “klein aber fein”. Jedes Motiv ist ein Unikum, und wenn es auch keinen thematischen Faden gibt, so erkennt man doch den Willen zu starker Stilisierung und kraftvollen, unzweideutigen Formen. Einige seiner Motive haben es zwischenzeitlich auch schon auf die Spreadshirt-Startseite geschafft. Da verwundert es nicht, dass Simon auch beruflich mit Grafik zu tun hat - einige seiner Arbeiten zeigt er auf seiner Homepage. Simon im Interview.
Seit wann betreibst Du einen Spreadshirt Shop?
2004 oder 2005 habe ich mit einem Freund bei Spreadshirt begonnen. Wir haben in Ravensburg ein kleines Label »smaragd« aufgebaut und uns in der Skateboard-Szene engagiert. Unser Shop lief damals über Spreadshirt. Leider verlief sich die Sache nach unserem Abitur. Seit Anfang 2008 bin ich wieder bei Spreadshirt mit eigenem Shop und Marktplatz-Motiven aktiv.
Was machst Du, wenn Du mal keine Shirts gestaltest?
Puh, ziemlich viel. Ich habe gerade mein Studium im Bereich Mediendesign abgeschlossen und beginne im September in einem Grafik-Büro als Praktikant. Neben Schule und Studium habe ich unzählige Projekte, insbesondere im Bereich Design, Musik und Events, gemacht. Momentan arbeiten wir wieder an unserem alljährlichen Earworm Festival, welches dieses Jahr zum 7ten Mal stattfindet. Außerdem helfe ich der Band TOS bei den Vorbereitungen für ihre erste große Album-Veröffentlichung im Oktober, zum Beispiel mit der Gestaltung ihrer Shirts und anderer Merchandise-Artikel. Und noch was ganz aktuelles zur Bundestagswahl: www.waswählstdu.de.
Simons Shop - Simons Marktplatz-Motive
Was gefällt Dir an Spreadshirt, was könnte verbessert werden?
Mir gefällt die unkomplizierte Möglichkeit, einen eigenen Shop zu eröffnen sowie das einfache Verkaufen eigener Motive auf dem Marktplatz. Die komplette technische Umsetzung der Shops, die Produktion und der Versand werden von Spreadshirt abgewickelt, während ich mich voll und ganz auf die Designs konzentrieren kann. Immer besser sind meiner Meinung nach die Möglichkeiten für uns Designer: Ich kann mich noch daran erinnern, als wir mit »smaragd« anfingen war die Farb- und Produktauswahl lange nicht so groß wie heute. Und auch bei der Umsetzung eines Motivs hatte man größere Einschränkungen. Ich würde mir wünschen, in Zukunft noch mehr Möglichkeiten zu haben, Motive zu platzieren. Zum Beispiel die Anbringung eines Druckes seitlich auf einem T-Shirt, sowie die Möglichkeit, auch für kleine Shops und Kunden die Produkte zu personalisieren, beispielsweise durch eigene Labels.
Wie machst Du Deinen Shop bekannt?
Ich versuche hauptsächlich auf kostenlose Möglichkeiten, wie zum Beispiel Blogs, zurückzugreifen, habe aber auch schon Google Ads ausprobiert. Jedoch muss ich ehrlich sagen, dass ich für das Marketing meines Shops wohl zu wenig Zeit investiere. Ich konzentriere mich hauptsächlich auf die Gestaltung neuer Motive, die ich auf dem Marktplatz anbieten kann.
Was sind Deine Pläne für den Shop?
Ein kleines eigenes »Label« zu schaffen ist mein Ziel für die Zukunft. Dazu muss ich mir jedoch ein allumfassendes Konzept erarbeiten, wofür bisher keine Zeit war. Auch die zündende Idee lässt bisher noch auf sich warten. Bis dahin werde ich mich weiterhin hauptsächlich auf dem Marktplatz tummeln und beobachten, was ankommt und was nicht.
Welcher Kanal, Marktplatz oder Shop, bringt Dir mehr ein bzw. ist günstiger für Dich?
Auf jeden Fall der Marktplatz. Mein Shop brachte bisher lediglich drei Verkäufe, vielleicht ändert sich das ja mit diesem Post. Ein anderes Spreadshirt-Mitglied hat mich letztes Jahr darauf gebracht mehr für den Marktplatz zu tun, da auch er dort den Hauptumsatz macht. Und siehe da, nach einigen Wochen hatte ich die ersten Motive verkauft. Mittlerweile ist der Ertrag monatlich ganz ordentliches Taschengeld für mich. Da ich kein Premium-Mitglied bin und auch die Google-Werbung wieder eingestellt habe, investiere ich momentan nur mit meiner Arbeitszeit in das Projekt »Spreadshirt«.
Was ist Dein Lieblingsmotiv?
Hmm, schwierig. Ich muss ehrlich gestehen, ich habe mir noch kein eigenes T-Shirt bestellt. Aber ich glaube, wie auch bei meinen Kunden ist das Gondel-Motiv mein Favorit. Inzwischen gefallen mir aber zunehmend auch reine Typo-Shirts, wie zum Beispiel »Mein lieber Scholli« oder »Das Leben ist kein Ponyhof«. Fremde Motive gibt es sehr viele Gute. Der Stil von Romibello gefällt mir sehr, und mein absoluter Lieblings-Shop ist Rumpfkluft mit den Shirts von Katz & Goldt.
Welche Webseiten oder Künstler empfiehlst Du, wenn es um Design geht?
Viele Blogs, zu aller erst stylespion, der zwar nur selten über T-Shirts bloggt, aber allgemein gute Inspirationen im Bereich Design liefert. Oder Swiss Miss, die über Design aller Bereiche bloggt und ab und zu auch T-Shirts bringt. Ansonsten Magazine wie die Novum. Wenn mir spannende Dinge in die Finger fallen oder interessante Leute über den Weg laufen, blogge ich auch selbst darüber, das findet man dann unter simonwahlers.de. Aber oftmals fehlt mir dazu die Zeit.

TweetThis