Open Runway Berlin – ein Abschlussbericht

via flickr
Erstmal sorry dafür, dass es ne geschlagene Woche bis zur Fertigstellung dieses Rückblicks gedauert hat. Aber Montag hatte ich frei, dann musste ich für ne kranke Kollegin einspringen, das laFraise-Team braucht wegen anstehendem Relaunch auch ein wenig Beratung und und und…
Egal. Jetzt ist es soweit. Vorab möchte ich mich gleich mal bei allen bedanken, die unseren Open Runway-Event besucht und beim Kaiserstein in Berlin Kreuzberg den T-Shirt-Tag mit uns gefeiert haben. Da es den Rahmen sprengen würde, hier alle Laufsteg-Läufer und Läuferinnen zu nennen, will ich an dieser Stelle einfach auf die T-Shirt Day-Seite verweisen, wo man von Andy bis xtinct nochmal alle vorab-registrierten Teilnehmer begutachten kann. Danke an Euch und danke auch an alle, die sich spontan zu einem Run entschieden haben. Nur für Euch hat sich der Himmel über Berlin am 21.06. für einen Nachmittag T-förmig geöffnet und die Sonne auf Eure freigelegten Unterarme scheinen lassen.
Ok, nicht nur für Euch. Auch für diejenigen, die nur kurz vorbeigeschaut haben, um ein Umsonst-Shirt abzugreifen, der Musik von DJ One und Tatjana aus dem Audiovelo-Soundsystem zu lauschen und/oder Bilder bzw. Videoaufnahmen der Veranstaltung zu machen. Und das waren beileibe nicht wenige. Hier mal ein Überblick über alle Nachberichte, die ich von Medienvertretern, Bloggern, Fotografen, Teilnehmern und Besuchern bis dato finden konnte:
- Bild Berlin: “Jeder trägt es, jeder liebt es”
- Kopfbunt: “T-Shirt Day”
- Egoo: “Eindrücke vom T-Shirt Day 2009″
- Direkteingabe: T-Shirt-Tag mit Spreadshirt im Kaiserstein in Kreuzberg”
- Finlayson: “T-Shirt Day 2009″
- Cute Monstr: “T-Shirtday”
- Disordered Kitten: “T-Shirt Day 21.06.2009 Berlin”
- UARRR: “Nachlese”
- Yvisual: “T-Shirt Day 2009 Berlin”
- Stylespion: “T-Shirt Day - Open Runway in Berlin”
- Myspace Laufsteg: “Lieblingsshirts”
- I Heart Berlin: “Praise the T-Shirt”
Und wie das so ist, wenn viele Menschen auf einen Haufen kommen, gibt es immer auch viele Erwartungshaltungen, die man nicht immer alle erfüllen kann. Weil wir natürlich für den nächsten Open Runway / T-Shirt-Tag lernen wollen, habe ich mir mal die Punkte geschnappt, die am Open Runway - über dessen Ablauf wir sehr sehr glücklich sind - ein wenig bemängelt wurden:
Etwas schade fand ich, dass ausser den “Models” nicht so viele Tshirt-Liebhaber da waren. Mir persönlich hat es im letzten Jahr auch mehr gefallen. Das lag glaube ich, an der “kuschligeren” Atmosphäre im Hinterhof des Café Cinema. Vielleicht wäre es für das nächste Jahr auch zu überlegen eine Location in der Nähe von einer Fete de la Musique Bühne zu wählen?!
Ich glaube ja, dass dieses Jahr mehr wirkliche T-Shirt-Liebhaber da waren. Letztes Jahr hatten wir zwar gefühlt mehr Durchgangsverkehr, das lag aber vor allem an der zentralen Lage am Hackeschen Markt und den Touris, die sich dort tummelten. Klar, dass die nicht nein zu Gratis-Shirts, -Eis und -Drinks gesagt haben - aber wegen dem T-Shirt Tag war ein Großteil der Besucher letztes Jahr nicht zum Café Cinema gekommen. Allerdings stimme ich zu, dass wir mit einer öffentlicheren Location und Freiverpflegung sicherlich einige der Gäste länger halten hätten können. Von der Fête de la Musique haben wir uns absichtlich ein wenig ferngehalten, weil wir nicht im der Vielzahl der Bühnen und Stände untergehen wollten.
Wie das so ist, wenn jeder darf: die Qualität lag irgendwo zwischen “kann man definitiv machen”, und “öhhhh”.
Dem stimm ich auch vollkommen zu. Allerdings war und ist es die Idee des T-Shirt-Tags und vor allem des Open Runways, für Jedermann und Jedefrau offen zu sein. Über den Stylefaktor der präsentierten Teile kann man dann immer streiten, aber wie sagte Kevin McSpadden von Timbuk2 so schön diplomatisch im Video-Interview mit Jana Eggers: “You can’t use your personal taste to judge. What you may think is fugly - when it’s on that person, it is absolutely right.”
Ein geplanten Teilnehmerfeld von 60 Models wurde leider nicht erreicht.
Auch das ist richtig. Allerdings fand ich das dann während der Veranstaltung gar nicht mal schlimm. Nach einer halben Stunde war das Applaus-Potential des Publikums doch schon ein wenig erschöpft und bei mehr Teilnehmern hätte man wohl eine Pause zwischen zwei Runs machen müssen. Was ich beim nächsten Mal allerdings anders machen würde: ich würde die Teilnehmer ausführlichere Infos über sich abgegeben lassen, damit man nicht nur die Designs der Shirts zu Augen, sondern auch die Geschichten hinter den Motiven zu Ohren bekommt.
Aber noch ist ja ein wenig Zeit bis zum T-Shirt Day 2010 :-). Bis dann!
P.S. Und klar kann man den T-Shirt Day als müden Marketinggag von Spreadshirt und laFraise betrachten - mehr 20 Blogposts während des Countdowns zum T-Shirt Day und mehr als 25 weltweite Parties und Promotions zum T-Shirt Day, die nicht von uns organisiert wurden, zeigen uns jedoch, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um den Tag des Sommeranfangs dauerhaft mit unserem Lieblingskleidungsstück - egal ob von Spreadshirt oder nicht - zu verknüpfen.

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